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Figürliche Darstellungen in Leuchtenbau und -design

Figürliche Darstellungen in Leuchtenbau und -designFigürliche Darstellungen von Fabeltieren und Traumwelten mit Putten (Abbildung oben) und Seejungfrauen spielen im Kunsthandwerk von Anbeginn des künstlerischen Schaffens der Menschen, angefangen mit in Erdfarben gemalten Steinzeit-Tierzeichnungen an Wänden von Höhlen. 

Figürliche Darstellungen in Leuchtenbau und -design Phantasiewesen finden sich auch in der antiken Kunst, oft inspiriert von der Mythologie der alt-ägyptischen, sumerischen, babylonischen, griechischen oder römischen Hochkulturen. Diese Darstellungen wurden in neuzeitlichen Stilepochen wie der Renaissance oder dem Historismus wieder aufgegriffen. Ein Beispiel hierfür zeigt die Pegasus-Abbilldung im Wandarm der Wandleuchte Alt Berlin G 11 mit historischem Ausleger von Preussische Laternen (Bild oben Mitte).Figürliche Darstellungen in Leuchtenbau und -designNeben der Darstellung floraler Elemente wie Seerosen oder Iris waren auch im Jugendstil Tierabbildungen sehr beliebt: Schwäne, Widderköpfe und Drachen (Fotos oben und unten) aber auch Libellen, Käfer, Pfauen und Fische wurden teils stilisiert, teils naturgetreu wiedergegeben. Schöne Beispiele dieser Handwerkskunst zeigt der Leuchtenhersteller Art Nouveau Lamps.Figürliche Darstellungen in Leuchtenbau und -design Auf die Antike verweisen figürliche Darstellungen wie die der Göttin Fortuna mit Füllhorn (Bild unten). Die Glücks- und Schicksalsgöttin der römischen Mythologie ist ein beliebtes Motiv und wird gerne mit typischen Attributen dargestellt, dem Lebens- oder Schicksalsrad, einem Ruder oder auf einer Kugel rollend oder eben mit dem Füllhorn. 

Kronleuchter: Klassische und moderne Formen

Kronleuchter: Klassische und moderne FormenKronleuchter, auch Lüster oder in Österreich gerne Luster genannt, gehören zu den ältesten Leuchtentypen und werden vor allem dort eingesetzt, wo es um die Beleuchtung großer Räume oder Säle geht. Aus den 5. Jahrhundert vor Christus kennt man bereits 16-flammige etruskische Kronleuchter, die mit Öl betrieben wurden. Die Abbildung oben zeigt Kronleuchter-Typen des 19. und 20. Jahrhunderts. Ein Vertreter des Midcentury-Stils ist die Hängeleuchte Kairo von Aire Lighting (1), die es mit fünf oder acht Tütenschirmen gibt. Aus den 1930er-Jahren stammt das achtflammige Hängeleuchten-Modell Mannheim Pfeil von Bolich (2), das mit T12-Leuchtstoffröhren ausgestattet ist. Der dreiarmige Leuchter im frühindustriellen Stil von Aire Lighting (3) streut dank Holophanglases das Licht auf angenehme, blendfreie und atmosphärische Art in den Raum. Ebenfalls von Aire Lighting stammt der minimalistische Design-Deckenleuchter aus Messingrohren (4), der aufgrund seines Designs einen zentralen Blickfang in Foyers oder Wohnzimmern darstellt. Die Strahler-Deckenleuchte aus Kupfer Stjär von Västervik Belysning (5) greift mit ihrer Ringform die ursprüngliche Bauart eines Kerzenlüsters auf. Wie filigran auch ein großer Kronleuchter sein kann zeigt der französische Leuchter mit Kerzen-Brennstellen von Atelier Lumin’Art (6). Eine imposante Größe hat der Doppel-Deckenleuchter mit Kristallglas-Stäben Monac von Art Nouveau Lamps (7). Exklusivität und Würde strahlt der Gründerzeit-Hängeleuchter Budapest II in Chrom von Art Nouveau Lamps (8) aus. Im Retro-Stil ist der Hängeleuchter mit Messingrohren von Aire Lighting (9) gehalten, der ebenso aus Irland stammt wie der Industriestil-Leuchter mit fünf einstellbaren Messingreflektoren (10) sowie der Design-Deckenleuchter aus Messingrohren (11).

Flache Außenleuchten aus deutscher Fertigung

Flache Außenleuchten aus deutscher FertigungFlache Wandleuchten, auch Halblaternen genannt, aus deutscher Fertigung sind exklusive Einzelstücke kleiner Manufakturen. Aus antik patiniertem Messing ist die Außenwandleuchte mit gewölbtem Dach von Münchener Laternen. Die flache Wandleuchte, die es auch mit anderen Messing-Oberflächen, aus Kupfer sowie mit klarem Glas, satiniertem Glas oder Altdeutschem Glas gibt, beherbergt eine LED-Edisonbirne, die die klassische Anmutung der Leuchte unterstützt. Der Hersteller Münchner Laternen ist bereits in fünfter Generation tätig und zeigt neben Außenleuchten auch Wohnraumleuchten.

Hängeleuchten des Art déco: Vielfalt in Form und Farbe

Hängeleuchten des Art décoVariantenreichtum und Schöpfungswille zeichnen Hängeleuchten des Art déco aus. Die Stilepoche, die ihren Höhepunkt in den 1920er- und 1930er-Jahren hatte, brachte auch eine Vielzahl an Leuchtenentwürfen hervor, wie das obige Bild zeigt. Die außergewöhnliche Röhren-Hängeleuchte In the Tube on DCW éditions (1) könnte einem James Bond-Film entsprungen sein, während die Dreirohr-Pendelleuchte mit Diskusscheibe von Collectie Art Déco (2) an Anfänge der Science Fiction-Literatur erinnert. Die gestufte Schirmform der Doppel-Pendelleuchte mit flachen Blechschirmen von Bolich (3) sowie das gestufte Glas der Stableuchte mit kanneliertem Opalglas von Collectie Art Déco (4) sind ebenso stiltypisch wie die Baldachinform der Art Déco-Pendelleuchte mit Glaskugeln PARIS von Art Nouveau Lamps (5), in der sich auch Elemente des Jugendstils finden. Stufungen finden sich wieder bei der Porzellanschirm-Pendelleuchte Cosmo von Original BTC (6), einem britischen Traditionshersteller, der auch beim Hängeleuchter mit Porzellanscheiben-Behang Pembridge (7) sein Können unter Beweis stellt. Die Art-Déco-Pendelleuchte in Ikosaeder-Form (8) aus Messing und satiniertem Glas sowie der extravagante, sechsseitige Art déco-Leuchter von Art Nouveau Lamps (9) zeigen ebenso wie die Kasten-Pendelleuchte von Davey Lighting (10) die Bandbreite des Leuchtendesigns im Art déco. Die Stableuchte mit schlankem gestuften Opal-Zylinderglas von Collectie Art Déco (11) zeigt sich in Glasform und Glashalterung  stiltypisch, während bei der Hängeleuchte mit Kristallglas-Zylinder von Münchener Laternen (12) lediglich die formstrenge Gestaltung auf das Art déco verweisen. Die zweiflammige Kristallglas-Pendelleuchte Hoffmann von Art Nouveau Lamps (13) verweist schon in ihrem Namen auf einen Wegbereiter des Jugendstils und des Art déco: der Secessionskünstler, Architekt und Designer Josef Franz Maria Hoffmann war Gründungsmitglied und einer der Hauptvertreter der Wiener Werkstätte.

Kugelleuchten: Licht für innen und außen

Klassische Kugelleuchten: Gleichmäßige Beleuchtung, große VielfaltKugelleuchten sind oft dann die beste Wahl, sobald es im Innen- und wie im Außenbereich um gleichmäßige wie großflächige Beleuchtung geht. Das in der Mitte des aus Echtglas oder Kunststoff wie Acrylglas oder Polycarbonatglas bestehenden Diffusors sitzende Leuchtmittel kann ohne Barrieren (wie bei Laternen) oder Reflektoren (wie bei Schirmleuchten) in alle Richtungen abstrahlen. Kugelleuchten werden im Außenbereich vor allem als Wandleuchten eingesetzt, während sie im Innenbereich hauptsächlich als Kugel-Deckenleuchten und als Kugel-Hängeleuchten zum Einsatz kommen. Neben der Halterung, die aus Messing in unterschiedlichen Oberflächen bzw. Patinas, aus Kupfer, Edelstahl oder Aluminium gefertigt wird, spielt vor allem die Verwendung des – im besten Fall hoch lichtdurchlässigen – Diffusor-Materials eine entscheidende Rolle für die Wirkung der Kugelleuchte. Klassische Kugelleuchten Echtglas

Echtglas – sei es Klarglas, satiniertes geschliffenes oder ungeschliffenes Glas bzw. mehrfach überfangenes Opalglas (auch Milchglas genannt) – hat eine witterungs- und UV-stabile Oberfläche, ist unempfindlich gegen Verkratzungen und toleriert hohe Temperaturabstrahlung des Leuchtmittels. Zudem wird Echtglas von vielen Kugelleuchten-Nutzern als authentischer und wertiger empfunden als Kunststoffglas und zweifelsohne ist es der bewährteste und traditionellste Werkstoff für Kugelleuchten. Klassische Kugelleuchten aus Kunststoff-Glas und AcrylDiese aus Acrylglas oder Polycarbonatglas bestehenden Diffusoren sind jedoch keineswegs ein minderwertiger Ersatz für Echtglas und sind in vielen Fällen sogar teurer. Zudem verfügen sie gegenüber Echtglas über einige Vorteile, die sie an manchen Einsatzorten gegenüber favorisieren. Vor allem wenn es um Bruchfestigkeit geht oder darum, dass die Kugelleuchte nicht zu schwer sein darf, sind Kunststoffgläsern Echtglasgläsern überlegen. Zudem sind moderne und hochwertige Acryl- und Polycarbonatgläser witterungs- wie UV-stabil und neigen nicht zur Vergilbung, sind kratzfest und zudem kommt beim Einsatz von LED-Leuchtmitteln der Nachteil, dass sie nicht so temperaturresistent sind wie Echtgläser, nicht mehr zum Tragen. Kugelleuchten aus Kunststoffgläsern werden heutzutage vor allem im Außenbereich eingesetzt, doch auch im Wohnbereich finden sie aufgrund ihrer Unverwüstlichkeit immer mehr Liebhaber. Egal jedoch, ob Echtglas oder Kunststoffglas: Letztlich entscheiden der Einsatzort sowie der persönliche Geschmack.

Gino Sarfattis Hängeleuchte 2065 und andere Arteluce-Leuchten in Re-Edition

Hängeleuchte von Gino Sarfatti Arteluce Modell 2065

Hängeleuchte Modell 2065. Der ursprüngliche Entwurf von 1950 von Gino Sarfatti für Arteluce gilt als eine der ersten Leuchten aus Kunststoff (Acrylglas). Die Re-Edition 2016 von Astep hat LED-Lampen statt fünf E14-Fassungen.

Wir freuen uns nun auch eine kleine aber feine Auswahl von klassischen Arteluce-Leuchten anbieten zu können. Die Wiederauflage durch das dänische Design-Label Astep unter der Leitung von Alessandro Sarfatti (dem Enkelsohn des Arteluce-Gründers und epochalen Leuchten-Designers Gino Sarfatti) behält Form, Material und Anspruch an Funktion und Qualität bei, nur die Lichttechnologie wird teilweise auf den neuen Stand gebracht. Produziert werden die Leuchten von Flos in Mailand.

Neben der oben gezeigten Hängeleuchte Modell 2065 und weiteren Leuchten von Sarfatti, wie z.B. die ikonische Tischleuchte Modell 548 gibt es auch einige archetypische Mid-Century-Modern Leuchten aus der Feder von Vittorio Vignanò, dem zeitweisen Art Director bei Arteluce und interdisziplinären Architekten des Brutalismus.

Art déco-Deckenleuchten: Otto Müllers „Sistrah“ und Stufen-Opalglasleuchten

Otto Müllers "Sistrah"Große Experimentierfreude und ungezügelter Gestaltungswille zeichnen Deckenleuchten des Art déco aus. Ein schönes Beispiel ist die vom Architekten Otto Müller entworfene Deckenleuchte „Sistrah“ (großes Bild oben). Der Sohn eines Jenaer Optikers schuf neben sakralen und profanen Bauten eben auch jene Leuchtenserie Sistrah, die bis heute beispielgebend für eine perfekte Deckenleuchte ist. Die stufenförmige Klarglasglocke mit eingelegten Opalglasscheiben bzw. -ringen sorgt für ausgewogene Lichtstreuung. Einen weniger aufwändigen, aber ähnlichen Effekt zeigen die Deckenleuchten, Pendelleuchten und Wandleuchten von Collectie Art déco: Der niederländische Hersteller hat sich auf die Reproduktion klassischer Art déco-Leuchten spezialisiert und zeigt diese in vielen Größen und Formen (Fotogalerien oben und unten), darunter auch viele Leuchten mit Art déco-typischen Stufengläsern.